An einem Samstag Anfang März haben wir mit 25 Konfirmandinnen und Konfirmanden „entlang der Heidekrautbahn“ (von Schönwalde bis Groß Schönebeck) den inklusiven Kontaktladen Theo in Basdorf besucht.
Nach einer kurzen Vorstellung der Arbeit durch die Leiterin Isabelle Czok-Alm haben wir mit den Jugendlichen über Begriffe wie „Behinderung“, „Barrieren“, „Integration“ und „Inklusion“ nachgedacht, bis hin zur Frage „Was ist bei so unterschiedlichen Ausgangsvoraussetzungen eigentlich gerecht?“ Konkreter wurde es dann, als wir selbst ausprobiert haben: Wie fühlt sich das an, mit einer beklebten Brille unterwegs zu sein und nur so viel zu sehen wir manche mit einer Sehbehinderung? Oder wie ist das, selbst mal im Rollstuhl zu sitzen? Das war sehr eindrücklich! Wir haben festgestellt, dass manche Einschränkungen auch von außen gar nicht zu sehen sind. Und wie bedrückend es ist, wenn dadurch die Teilhabe am Leben und an Gemeinschaft in Frage gestellt ist. Umso stärker war es, von regelmäßigen Gästen im Theo zu hören, wie sie mit ihren Einschränkungen umgehen und wie ermutigend sie ihre Besuche im Theo erleben. Darum ging es als nächstes: So unterschiedlich wir sind, haben alle mitgeholfen, eine bunte Gemüsesuppe vorzubereiten und den Raum für das Essen zu gestalten. Bis das Essen fertig war, gab es dann draußen noch ein inklusives Spiel und Rehasport für alle – wobei die Jugendlichen begeistert mitgemacht haben!
Nach dem Essen haben wir uns noch mit Leichter Sprache beschäftigt und von der Vision aus der Bibel gehört, dass alle Menschen mit ihren Stärken und Schwächen wie unterschiedliche Körperteile zusammenwirken und ihren Platz finden. Das wünschen wir uns!
Danke allen aus dem Theo, die uns diesen Einblick ermöglicht haben, der uns begeistert aber auch nachdenklich gemacht hat.
Für das Konfi-Team an der Heidekrautbahn, Pfarrerin Elisabeth Kruse


