Angesichts des herrlichen Herbstwetters fiel mir dieses Gedicht von Friedrich Hebbel ein.
Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah!
Die Luft ist still, als atmete man kaum,
und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,
die schönsten Früchte ab von jedem Baum.
O stört sie nicht, die Feier der Natur!
Dies ist die Lese, die sie selber hält;
denn heute löst sich von den Zweigen nur,
was vor dem milden Strahl der Sonne fällt.
Friedrich Hebbel
Und selbst passende Bilder zur Illustration habe ich mühelos gefunden: Am Haus blüht gerade der Efeu und in der dunkelgrünen Blattmasse und zwischen den doldigen Blüten wimmelt es von Fluginsekten, das Summen und Schwirren ist unüberhörbar, welch ein Reichtum! Die Bienen tragen gelbe Hosen, wie wir es als Kinder mal gesagt bekamen – gemeint sind die Pollenansammlungen an den behaarten Insektenbeinen. Bei all dem Leben zwischen den Ranken kommen unweigerlich die Gedanken, dem Schöpfer für diese schöne Welt dankbar zu sein und sich um den Erhalt zu bemühen.
Sybille Gruska





Eine Antwort auf „Herbstbild– Erntedank, Teil 3“
Ermtedank 1: https://kirche-wandlitz.de/digitalekirche/erntedank-dank-2/
Erntedank 2: https://kirche-wandlitz.de/digitalekirche/ein-zeichen-der-zuversicht-dankbarkeit-im-alltag-finden/