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Neuer Podcast: Dazwischen – Katharina Tarján

Katharina Tarján lebt und arbeitet auf besondere Weise dazwischen: zwischen Berlin und Wandlitz, Bühne und Chorraum, geistlicher Musik und künstlerischer Freiheit, klassischer Tradition und neuen Formen. Im Gespräch wird deutlich: Musik ist für sie nicht nur Beruf, sondern ein Lebensraum. Von Kindheit an war sie umgeben von Oper, Klavier, Gesang, Theater und Literatur. Was sie damals glücklich machte, trägt sie bis heute weiter – als Chorleiterin, Musikheaterpädagogin, Dramaturgin und Ermutigerin.

Im Zentrum unseres Gesprächs steht die Kantorei Wandlitz. der Kinderchor und der Jugendchor Vox Nova. Die Kantorei ist mehr als ein Chor. Sie ist ein Resonanzraum, in dem Menschen einander hören lernen – und manchmal auch sich selbst. „Jedes Musizieren ist immer therapeutisch.“ Sie spricht von der Kunst als einem Bereich, der Anspruch braucht. „Große Werke wollen ernst genommen werden; sie verlangen Konzentration, Genauigkeit und Übung. Doch dieser Anspruch darf nicht hart machen. Kritik soll nicht beschämen, sondern öffnen. Wer wachsen soll, braucht nicht den Blick auf den Fehler, sondern eine Spur zum Gelingen.“

So entsteht eine andere Fehlerkultur: freundlich, klar, geduldig. Im Wort „Amateur“ hört Katharina nicht den Mangel, sondern die Liebe – die Liebe zur Sache, zur Musik, zum gemeinsamen Klang. Singen wird so zu einer Übung in Verbundenheit. Viele Stimmen atmen zusammen, suchen einen gemeinsamen Ton, ohne ihre Eigenheit zu verlieren. Vielleicht liegt gerade darin ein kleines Modell für Gesellschaft.

Auch über Glauben spricht Katharina weit und offen. Musik öffnet für sie Räume, in denen jede und jeder fragen darf: Woran glaube ich? An Menschen, an Gemeinschaft, an Liebe, an Vertrauen. Darum liegen geistliche und weltliche Musik für sie näher beieinander, als die Begriffe vermuten lassen. Und dann ist da noch die Disziplin. Nicht als Zwang von außen, sondern als innere Kraft, die hilft, dem Eigenen Gestalt zu geben. „Üben steht nicht zur Disposition“ – dieser Satz klingt streng, meint aber Freiheit.

Am Ende bleibt Katharinas Hoffnung: dass Menschen beim Singen oder Zuhören sich selbst spüren, die Kraft der Musik erfahren – und Verbundenheit miteinander, vielleicht sogar mit der Welt.

Und was Katharina Tarján sonst noch zu den Themen: die Kantorei als Gemeinschaft und kleines Gesellschaftsmodell, Musik als Herkunft, Berufung und Lebensraum, Wandlitz im Aufbruch und ein Leben zwischen Stadt und Land zu sagen hatte, das hören Sie in diesem Podcast

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